• Katia Badawy

Wie die Angst unser Leben kontrolliert und wie wir uns befreien können


Was ist Angst und wozu dient sie?

Angst ist, zusammen mit Schuld, Scham und Reue, die Emotion mit der niedrigsten Frequenz. Sie ist unser ältester Überlebensinstinkt und soll uns helfen, in gefährlichen Situationen schnell zu reagieren und zu überleben. Die Menschheit wäre ohne die Angst wahrscheinlich nicht mehr auf diesem Planeten vorzufinden. Der Körper wird in einen Alarmzustand versetzt: Dabei ist es völlig egal, ob die Bedrohung echt ist oder eingebildet. Auch seelische und existentielle Ängste wie Angst vor Alter, Einsamkeit, Ablehnung, Überforderung und Sinnleere tauchen in unserer Gesellschaft immer häufiger auf. Meistens sind unsere Ängste in unserem Unterbewusstsein versteckt und uns gar nicht bewusst.


Wie beeinflusst die Angst unser Leben?

Mit zunehmenden Erfahrungen, die wir im Leben machen, füttern wir die Angst mit Informationen wie z.B. negative Nachrichten oder Gedanken , die diese immer stärker werden lässt. Irgendwann ist die Angst nicht mehr nur ein Überlebensinstinkt, sondern übernimmt die Macht über unsere Entscheidungen und unser Leben.

Zum Beispiel wenn wir eine wichtige Entscheidung zu treffen haben, die unser Leben verändert und uns aus der Komfortzone bewegen wird, suggeriert die Angst, dass wir eventuell nicht überleben werden oder Schmerz erfahren könnten. Das ist der Grund, warum viele in ihrem Job oder Beziehung bleiben, wo sie unzufrieden sind oder ein Leben leben, der nicht nach ihren eigenen Werten und Wünschen ist.

Angst ist ein Gefühl, welches dem Mensch Energie raubt. Sie hindert uns daran, unser wahres Ich zu entfalten, ist ein Produkt des Egos und generell kein guter Ratgeber. Wir können nicht mehr klar denken und unser logisches Denkvermögen bricht zusammen. Eine abwehrende und engstirnige Haltung gegenüber Personen und Situationen sind die Folgen.

Sie ist das Gegenteil von Leben und Offenheit. Dadurch machen wir unser Herz eng und verschliessen uns. Dies führt zu Blockaden, chronische Anspannung und Stress, die sich zum Beispiel in Panikattacken manifestieren können. Wenn die Angst unser Leben übernimmt, fühlen wir eine innere Erstarrung und Machtlosigkeit, die uns das Gefühl gibt, ausgeliefert zu sein. Ist die Angst übertrieben kann sie uns auf Dauer depressiv, krank und einsam machen.


Wie wir die Angst auflösen

Angst basiert immer auf dem Glauben, dass wir machtlos seien und kein Einfluss auf unser Leben hätten. Wir haben vergessen, dass wir mächtige Wesen sind und unsere Gedanken unsere Realität schaffen. Wir haben die innere Anbindung verloren und somit auch das Vertrauen in uns selbst und unserer Fähigkeiten. Wir dürfen akzeptieren, dass die Angst zum Leben gehört und wir einfach lernen sollen, uns von der Angst nicht mehr beherrschen zu lassen. Konfrontiere dich mit deinen Ängsten, indem du dich fragst: Wovor habe ich Angst? Was ist das Schlimmste was passieren kann?

Dazu ein paar Beispiele:

  • Angst davor, Fehler zu machen: Ohne Fehler würden wir uns nie verbessern und uns weiterentwickeln im Leben

  • Angst vor Veränderungen: Veränderungen bringen uns im Leben voran und machen das Leben spannend

  • Angst davor, abgelehnt zu werden: Ablehnung ist unangenehm, es befreit dich aber davon wertvolle Zeit und Energie zu vergeuden

  • Angst zu scheitern: Wenn du scheiterst, stehst du wieder auf und versuchst einen anderen Weg

  • Angst, was andere über dich denken: Wenn wir uns selbst verleugnen, um andere zu gefallen, machen wir uns von anderen abhängig und entfernen uns von unserer wahrer Essenz

Es geht darum Ängste zu fühlen, sie anzunehmen und schliesslich loszulassen, damit du wieder mit mehr Vertrauen und Leichtigkeit durch dein Leben gehen kannst.


Hier eine kleine Atemübung dazu:

  1. Schliess deine Augen und nehme ein paar tiefe Atemzüge

  2. Atme deine Angst ein und geh voll rein in das Gefühl

  3. Stell dir das Schlimmste vor, was passieren würde, wenn deine Angst eintreffen würde

  4. Spür was in dir passiert, atme weiterhin tief ein und lass alle Emotionen beim Ausatmen raus

  5. Verbinde dich mit deinem Herzen und lass deine ganze Liebe in diese schlimmsten Bilder einfliessen. Durch die Energie der Liebe ändern sich diese Bilder dann immer zum Guten.

Übernimm Kontrolle über deine Gedanken

Erkenne die Kraft in dir. Dorthin, wo du deine Aufmerksamkeit richtest, fliesst auch deine Energie und wo du deine Energie reingibst, entsteht mehr in deinem Leben. Achte daher bewusst auf deine Gedanken und Gefühle. Betreibe Gedankenhygiene und verändere deine negativen Glaubenssätze in positive. Dies kannst du zum Beispiel mit Hypnose, EFT Klopftherapie oder energetische Heilmethoden.


Was wäre, wenn du deine Ängste NICHT besiegst?

Schliess deine Augen und stell dir vor was du alles verpassen würdest, wenn die Angst weiterhin die Kontrolle in deinem Leben hat. Welche Erfahrungen würdest du verpassen? Wie sehr würde deine Lebensqualität darunter leiden? Würde es dich erfüllen so zu leben?

Das Leben ist ein Geschenk. Wir sind als fühlende Menschen hier geboren worden. Emotionen gehören zu uns, um zu lieben, um zu heilen. Dein Herz und deine Liebe in dir, sind das Heilmittel für deine Angst. Befreie dich von deinen Ängsten und fang an dein Leben in vollen Zügen zu leben!



62 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen